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Die partielle Mondfinsternis
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| Ereignis | Zeit |
| Eintritt des Mondes in den Kernschatten | 19h52m |
| Mitte der Finsternis | 20h23m |
| Austritt des Mondes aus dem Kernschatten | 20h54m |
Zu Beginn der Mondfinsternis steht der Mond ca. 30 Grad über dem Osthorizont. Eine freie Horizontsicht ist also je nach Bebauung nicht zwingend erforderlich.
Der Ein- und Austritt aus dem Halbschatten (vor und nach der Kernschattenphase) ist prinzipiell unbeobachtbar. Bei genauem Hinsehen erkennt man ab etwa 20 Minuten vor bzw. bis 20 Minuten nach der Kernschattenphase eine leichte Abdunkelung des Mondes. Kurz vor und nach der Kernschattenphase ist diese Abdunkelung sehr deutlich zu erkennen:
Unmittelbar vor Beginn der Finsternis erscheint die dem Horizont zugeneigte Kalotte des Mondes in Richtung Kernschatten (siehe Grafik oben) dunkler, und nach dem Austritt aus dem Kernschatten ist die dem Horizont abgewandte Kalotte leicht abgedunkelt. Lediglich unmittelbar an der Grenze zum Kernschatten ist der Effekt der Halbschattenfinsternis unübersehbar. Dann erscheint der Vollmond auch insgesamt nicht ganz so überstrahlt, als wenn er sich nicht im Halbschatten der Erde befindet.
Die Kernschattenphase der Finsternis ist einfach mit bloßem Auge zu beobachten. Zum Zeitpunkt des Ein- und Austritts des Mondes aus dem Kernschatten erscheint die Kontaktstelle "abgestumpft". Der eigentliche Kontakt ist aufgrund des diffusen Kernschattens auch mit hoch auflösenden Teleskopen nur auf maximal plus/minus fünf Sekunden genau bestimmbar.
Die Eindringtiefe des Mondes in den Kernschatten ("Größe" der Finsternis) beträgt nur das 0,082-fache des Mondscheiben-Durchmessers. Aufgrund dieses geringen, aber dennoch deutlich sichtbaren Betrags ist die typische kupferrote Farbe der im Kernschatten befindlichen Teile des Mondes mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Der Mond erscheint lediglich "angeknabbert". Dennoch wird es ein faszinierendes Naturschauspiel, wenn der Mond den Kernschatten der Erde streift. Bereits ein Fernglas bietet hier atemberaubende und unvergessliche Beobachtungen.
Da die Größe der Finsternis relativ klein ist, empfehlen sich mindestens 200, besser 300 Millimeter Brennweite, um die Finsternis deutlich festzuhalten. Das gilt insbesondere für die Zeit um den Ein- und Austritt aus dem Kernschatten. Störungen durch horizontnahe Dunstschichten sind nicht zu erwarten.
Mit Brennweiten bis etwa 300 Millimeter wird bei Belichtungszeiten bis eine Sekunde keine Nachführung benötigt. Man muss lediglich die Kamera mit Teleobjektiv auf ein stabiles Stativ setzen. Bei Überbelichtung im Bereich von einer Sekunde (hier hält sich der störende Effekt der scheinbaren Bewegung des Himmels noch in Grenzen) kann man je nach Resthelligkeit des Kernschattens ggf. die rötliche Farbe der verfinsterten Bereiche des Mondes heraus arbeiten. Hier empfiehlt sich die Anfertigung einer Belichtungsreihe, da die Resthelligkeit des Kernschattens nicht vorhersagbar ist.
Ausführliche Informationen zur Fotografie von Mondfinsternissen finden Sie in der Anleitung zur Fotografie von Mondfinsternissen auf dieser Website.
Bitte berücksichtigen Sie bei der Beobachtungsplanung, dass zum Zeitpunkt der Finsternis bereits Feuerwerksraketen gezündet werden dürfen.
Herabfallende Raketanteile könnten Kamera oder Teleskop irreparabel beschädigen. Vor ein paar Jahren hat z.B. eine herabfallende Raketenhülse die Schmidtplatte vom Achtzöller des Verfassers um nur einen halben Meter verfehlt!
Man sollte also nach Möglichkeit einen Beobachtungsplatz wählen, in dessen Nähe wenig Feuerwerk abgebrannt wird.