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Der Sternenhimmel April 2009

Inhalt
1. Einleitung 6. Venus 11. Neptun
2. Sonnenlauf 7. Mars 12. Sternenhimmel
3. Mond 8. Jupiter
4. Planeten 9. Saturn
5. Merkur 10. Uranus

Alle Zeiten sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben. Die Auf-, Untergangs- und Kulminationszeiten können je nach Standort in Mitteleuropa um plus/minus 30 Minuten von den angegebenen Zeiten abweichen.

Alle Daten wurden für Frankfurt am Main errechnet. Die Berechnungen der Mondphasen und Grafiken erfolgten mit CalSky (www.calsky.de). Alle anderen Daten sind dem Kosmos Himmelsjahr 2009 entnommen.

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Sonnenlauf

Im April durchwandert die Sonne die Sternbilder Fische und Widder.

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Der Mond

Phase Datum Uhrzeit
Erstes Viertel 2.4. 16h33m
Vollmond 9.4. 16h55m
Letztes Viertel 17.4. 15h36m
Neumond 25.4. 5h22m

Der Mond erreicht seine nördlichsten Deklinationen in der Zeit um das erste Viertel sowie nach Neumond. In dieser Zeit beschreibt der Mond einen großen Tagbogen und steht lange hoch am Himmel. Er befindet sich dann für lange Zeit weit entfernt von den horizontnahen Dunstschichten und lässt sich deshalb besonders gut beobachten und fotografieren. In Horizontnähe beeinträchtigen Dunst und Luftturbulenzen (Seeing) die Mondbeobachtung erheblich.

Da das erste Viertel diesen Monat genau in die Zeit der nördlichsten Deklinationen fällt (vom Monatsende abgesehen), ist der April für detaillierte Beobachtungen der Mondoberfläche geradezu prädestiniert: Zu angenehmer Abendstunde sind die Mondformationen unter einem günstigen Beleuchtungswinkel anzutreffen, der feine Strukturen sehr deutlich erkennen lässt.

Der Erdschein ist an den letzten Tagen des Monats in idealer Beobachtungsposition. Nach Einbruch der Dunkelheit steht der zunehmende Mond noch hoch genug, um von den horizontnahen Dunstschichten nur wenig beeinflußt zu werden. Der April bietet in den letzten Tagen des Monats die beste Erdschein-Abendsichtbarkeit des Jahres.

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Planeten

Merkur

Merkur bietet im April die beste Abendsichtbarkeit des Jahres. Er erreicht am 26.4. seine größte östliche Elongation von der Sonne (Winkelabstand 20°25'). Er kann in der Nähe des Westhorizonts etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang erkannt werden.

Die günstigste Beobachtungszeit besteht vom 16. bis 26. April. Danach ist Merkur mit einem Fernglas aufzufinden.

Zur Zeit der besten Sichtbarkeit ist Merkur etwa zur Hälfte beleuchtet. Am 22.4. ist Merkur in Dichotomie ("Halbmerkur"). Danach wird die Mekursichel schmaler.

Am 11.4. geht Merkur um 21h19m unter, am 26.4. um 22h36m.

Am 26.4. ereignet sich bei klarer Horizontsicht eine sehr sehenswerte Konstellation: Die sehr schmale zunehmende Mondsichel steht zwischen Merkur und den Plejaden. Links von beiden ist der offene Sternhaufen der Hyaden zu beobachten. Ihr Hauptstern Aldebaran kann während dieser Sichtbarkeitsperiode des Merkur als Aufsuchhilfe dienen.

Bei freier Horizontsicht ist diese Konstellation ein ausgezeichnetes Motiv für Fotografen mit leichten Teleobjektiven.

Die folgende Grafik zeigt diese Konstellation von Mond, Merkur, Plejaden und Hyaden. Sie zeigt den Westhorizont am 26.4.2009 um 21h30m. Die Grenzgröße beträgt 6,5 Magnituden, und das Gesichtsfeld beträgt 30 Grad. Mit einem Fernglas sind beide Sternhaufen zu erkennen.

Mond, Merkur, Plejaden und Hyaden

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Venus

Im ersten Monatsdrittel ist Venus als Morgenstern beobachtbar. Ihre Helligkeit nimmt zu. Die regelmäßige Beobachtung mit Teleskopen lohnt sich: Venus erscheint als extrem schmale Sichel. Im Laufe des Monats wird sie kleiner und dicker, da sich Venus von der Erde entfernt.

Am 22.4. kommt es am Taghimmel zu einer Begegnung des abnehmenden Mondes mit der Venus: Gegen 16 Uhr beträgt der Abstand beider Gestirne nur gut ein Grad.

Die Venusaufgänge verfrühen sich von 5h59m am 1.4. auf 4h37m am 30. April.

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Mars

Mars ist im April unbeobachtbar.

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Jupiter

Jupiter ist länger am Morgenhimmel zu beobachten als im Vormonat: Er verfrüht seine Aufgänge von 5h23m am Monatsersten auf 3h39m am Monatsletzten. Am 19.4. kommt es zu einer Konstellation von Jupiter mit dem Mond.

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Saturn

Saturn stand im März in Opposition zur Sonne und befindet sich nach wie vor in idealer Beobachtungsposition, auch wenn er am Morgenhimmel nicht mehr sichtbar ist.

Aufgrund der Nähe zur Kantenstellung sind die Saturnmonde und ggf. ihre Schatten auf dem Planeten, Verfinsterungen etc. überdurchschnittlich gut zu beobachten. Die Saturnmonde wirken ähnlich wie bei Jupiter auf einer Perlenkette aufgereiht, sind jedoch bedeutend lichtschwächer.

Die Saturnringe sind derzeit nur noch als schmaler Strich beidseitig der Saturnkugel wahrnehmbar. Im September wird die exakte Kantetstellung erreicht. Man erkennt daher deutlich die Applattung des Saturn.

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Uranus

Uranus ist im April unbeobachtbar.

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Neptun

Neptun ist im April unbeobachtbar.

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Sternenhimmel

In der Zeit um Mitternacht stehen die Frühlingssternbilder um den Löwen und Jungfrau in sehr guter Beobachtungsposition. Der Frühling ist somit sehr gut für die Beobachtung von Galaxienhaufen geeignet, da sich große Galaxienhaufen, z.B. der Virgo- und Coma-Haufen, in optimaler Beobachtungsposition befinden.

Im Laufe der Nacht kreuzen diese Sternbilder den Meridian und bewegen sich auf den Westhorizont zu. Insbesondere zum Monatsende hin erklimmen die Sommersternbilder um Hercules, Leier und Adler immer bessere Beobachtungspositionen.

Die Sternkarte zeigt den Sternenhimmel am 15.4.2009 um 23 Uhr, Blickrichtung Zenit. Süden ist unten.

April 2009

Karte erstellt mit CalSky (www.calsky.de)

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Datengrundlagen: Kosmos Himmelsjahr 2009, Kosmos Verlag; CalSky (www.calsky.de)

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Version vom: 17.1.2009 | Autor: Christian Leu | Hinweis zum Drucken | Datenschutzerklärung